Zum Abschluss des aktuellen „Stärken stärken“-Turnus wartete auf die Gruppe „Gebärdensprache“ am vergangenen Donnerstag ein ganz besonderes Highlight: Der Gebärdensprachdolmetscher Thorsten Rose war zu Besuch.
Zu Beginn präsentierten die Kinder das Lied „Regenbogenfarben“, zu dem sie in den vergangenen Wochen die wichtigsten Gebärden eingeübt hatten. Im Anschluss war Zeit für Fragen. Einen Teil davon hatten die Kinder mit Frau Jeder bereits im Vorfeld vorbereitet und versuchten nun, diese in Gebärdensprache zu stellen. Das war gar nicht so einfach. Zwar hatten wir bei der Vorbereitung berücksichtigt, dass das Fragewort häufig am Ende des Satzes gebärdet wird, an manchen Stellen mussten wir jedoch mit Lautsprache unterstützen, damit Herr Rose uns verstehen konnte. So wurde den Kindern noch einmal deutlich, dass die Gebärdensprache eine eigenständige Sprache mit eigener Grammatik ist. Auch die Mimik – die wir bisher eher wenig beachtet hatten – spielt dabei eine zentrale Rolle. Zudem erfuhren wir, dass viele Gebärden sich stark ähneln, aber eine völlig unterschiedliche Bedeutung haben können.
Außerdem erzählte Herr Rose von seinem familiär geprägten bilingualen Aufwachsen mit Gebärdensprache als einer seiner Erstsprachen sowie von seinem spannenden Berufsalltag als Gebärdensprachdolmetscher. Besonders beeindruckt waren die Kinder von seinen Einsätzen bei Auftritten bekannter Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne. Zum Abschluss bekamen wir davon noch einen kleinen Einblick, als Herr Rose das Lied „Kaum erwarten“ für uns in Gebärdensprache übersetzte.
Alle waren von den vielen neuen Eindrücken und Informationen so begeistert und gefesselt, dass Frau Jeder leider ganz vergessen hat, ein Foto zu machen.
